Latein

Latein

Der Sinn des Lateins wird oft angezweifelt. Dennoch bildet das Latein die Basis zu fast allen europäischen Sprachen. Wer den Sprachbau des Lateins analysieren kann, bekommt ein vertieftes Verständnis für jeden Sprachbau Indoeuropas, das heisst, dessen zahlreiche Sprachen können mit einem breiten Vorwissen erlernt werden. Des Weiteren werden zahlreiche Fremdwörter aus dem Latein übernommen und im Alltag gebraucht. Für viele Universitätsstudien wie diverse Sprachen, Geschichte, Archäologie, etc. ist deshalb Latein immer noch obligatorisch. Sprachen wie zum Beispiel das Chinesische können mit der Kenntnis von Latein effizienter erlernt werden, da die Auseinandersetzung mit den Unterschieden zwischen den Sprachen kleinschrittig zu Erfolgen im Sprachenlernen führt.

Vokabeln

Viele Schülerinnen und Schüler behaupten, sehr sprachuntalentiert zu sein, obwohl sie es gar nicht sind. Besonders das Erlernen des Lateins führt bei vielen zu Kopfzerbrechen. Wenn eine Analyse zum vermeintlichen Talentdefizit durchgeführt wird, kann vielfach schon zu Beginn festgestellt werden, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits schon zu Beginn des Lateinlernens resignieren. Einer der Gründe dafür ist oft das extrem lange Auswendiglernen von Vokabeln. Im Gymnasium wird die Verantwortung des "Wörtlilernens" aus Zeitgründen vollständig den Schülerinnen und Schülern überlassen.

Das bieten wir

Wir appellieren an alle Lateinschülerinnen und -schüler, die zu lernenden Wörterlisten in unsere Lektionen mitzunehmen und sie zuverlässig zu lernen. Da der gelernte Wortschatz in den fortschreitenden Lektionen des Lateinunterrichts in der Schule immer wieder vorkommt, versuchen wir ihn ganzheitlich und mit verschiedenen handlungsorientierten Methoden einzustudieren. Wir zeigen besonders zum trockenen Auswendiglernen Varianten auf, wie Wörter schnell und effizient gelernt werden können, um Wortschatzfehler bei Prüfungen zu vermeiden, denn: Vokabeln sind Gratispunkte an Prüfungen, welche nicht verschenkt werden dürfen!

Deklinationen, Konjugationen und weitere grammatische Regeln

Das Deutsche zählt als eine der konservativsten Sprachen im europäischen Raum, das heisst, es kennt verschiedene Fälle, verschiedene Personal- und Zeitformen, zwei Numeri (Ein- und Mehrzahl) und drei verschiedene Geschlechter. Das Latein hat dieselben Merkmale, weshalb die Analyse der Lateingrammatik dem Deutschen ähnlich, aber dennoch nicht gleich ist. Darüber zerbrechen sich viele Schülerinnen und Schüler den Kopf. Besonders bei den vielen verschiedenen Deklinationen und Konjugationen stossen viele Schülerinnen und Schüler auf Probleme.

Das bieten wir

Wir legen grossen Wert darauf, dass die Schülerinnen und Schüler grammatische Regeln mit unserer Hilfestellung selber erarbeiten. Unsere Erfahrung zeigt, dass kleinschrittige Hilfestellungen und das daraus folgende selbstständige Erarbeiten von Regeln den Schülerinnen und Schülern ein Netz aus verschiedenen Eigenerfahrungen gibt, womit das nachhaltige breite Verständnis gefördert wird. Ähnlich der Arbeit mit den Vokabeln müssen auch grammatische Regeln im Latein stets repetiert und aufrechterhalten werden. Wir bieten den Schülerinnen und Schülern grösste Flexibilität, indem wir verschiedene Lernformen im Unterricht einsetzen und aufzeigen.

Satzlehre (Satzglieder, AcI, etc.)

Um ein ganzheitliches Verständnis über eine Sprache zu bekommen, ist es wichtig, dass Satzanalysen stattfinden. Weshalb macht man dies nicht im Französischen oder Englischen? Einen Grund findet man im Lehrplan, welcher die Satzanalyse zu Recht aussen vorlässt. Französisch und Englisch können sehr handlungsorientiert unterrichtet werden, da beides Weltsprachen sind und somit von Millionen von Menschen gesprochen werden. Hier bietet es sich an, zu lesen, zu schreiben, zu hören und zu sprechen. Im Latein ist dies nur begrenzt möglich, da die Sprache nicht mehr gesprochen wird.

Des Weiteren erweitert das Wissen um die Satzlehre und die Grammatik im Latein auch das Wissen um die Zusammensetzung aller indoeuropäischen Sprachen. Da sich das Latein in jedem Satz, beziehungsweise in jeder Person, jedem Falls, jedem Geschlechts und jedem Numerus (Ein- und Mehrzahl) verändert, ist eine Satzanalyse einfacher als beispielsweise im Französischen oder Englischen, wo sich die Sprache teilweise überhaupt nicht verändert. Viele Schülerinnen und Schüler verlieren die Geduld, da auch hier auf viele verschiedene grammatische Regeln geachtet werden muss.

Das bieten wir

Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler, indem wir vermehrt eigens zusammengestellte Texte, welche auf die Schülerinnen und Schüler individuell abgestimmt sind, zur Analyse vorlegen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten viel effizienter, wenn sie ihren eigenen Namen im Text abgebildet sehen und können sich die im Text vorkommende Situation besser vorstellen. Wir haben zu verschiedensten Lehrmitteln viel Zusatzmaterial.

Übersetzungen

Um die gelernte Lateingrammatik anzuwenden, wird zum grossen Teil auf Übersetzungen von Lateintexten ins Deutsche zurückgegriffen. Ältere wie neuere Lehrmittel bauen darauf, dass durch die Textübersetzungen alle gelernten grammatischen Regeln aktiv angewendet werden. Aus unserer Erfahrung wissen wir allerdings, dass viele Schülerinnen und Schüler schon früh den Sinn des Lateinlernens hinterfragen und sogar resignieren. Deshalb tauchen grobe Probleme auf, je weiter der Lateinunterricht andauert und je mehr neue Regeln nur rudimentär behandelt oder gar selbst erarbeitet werden.

Das bieten wir

Wir legen den Schülerinnen und Schülern viele Zusatztexte zu verschiedenen Lehrmitteln vor. Diese variieren in ihrer Schwierigkeit. Bei einer frühen Resignation von Schülerinnen und Schülern arbeiten wir mit auf die Person zugeschnittenen Übersetzungstexten. Hierbei wird sowohl der Schwierigkeitsgrad, als auch der Inhalt des Texts unter Einbezug des/r Schülers/in selbst angepasst.